Interpretation, Beurteilung, Bewertung

Anzeigen nach
Anzeige pro Seite

Ableitung eines vorläufigen Geringfügigkeitsschwellenwertes für Theobromin (GFS Theobromin)

Ableitung von Geringfügigkeitsschwellenwerten
Aus der unerwünschten Wirkung von Theobromin auf Säuglinge von 1-2 mg/(kgKG·d) errechnet sich zum Schutz dieser besonders sensiblen Gruppe mit einem Extrapolationsfaktor 10 (für die Übertragung vom Lowest observed adverse effect level (LOAEL) auf einen NOAEL) der Vorschlag für einen vorläufige GFS von GFShuman (vorläufig) = 40 μg/L.

Ableitung eines vorläufigen Geringfügigkeitsschwellenwertes für Uran (GFS Uran)

Ableitung von Geringfügigkeitsschwellenwerten
Der Geringfügigkeitsschwellenwert für Uran wird bestimmt durch den wesentlich höheren Hintergrundwert von 3,45 μg/L aus den flächengewichteten 90-Perzentil-Werten der hydrogeologischen Bezugsräume Deutschlands (2014, n=15.606): vorläufiger GFS-Wert für Uran = 3,4 μg/L.

Ableitung eines vorläufigen Geringfügigkeitsschwellenwertes für 1,3,5-Trioxan für den Pfad Boden – Grundwasser

Ableitung von Geringfügigkeitsschwellenwerten
Im Vergleich mit GFShuman = 70 μg/L, abgeleitet für die Toxizität von 1,3,5-Trioxan gegenüber Menschen, liegt die PNECaquat für ökotoxische Wirkungen höher. Die GFS für 1,3,5-Trioxan beträgt somit: GFS (1,3,5-Trioxan) = 70 μg/L.

Ableitung eines vorläufigen Geringfügigkeitsschwellenwertes für Pentoxifyllin (GFS Pentoxifyllin)

Ableitung von Geringfügigkeitsschwellenwerten
Die Datenlage zur Ökotoxizität von Pentoxifyllin ist so lückenhaft, dass nach TGD 2011 eine GFSaquat nicht abgeleitet werden kann. Zum jetzigen Zeitpunkt kann ausgesagt werden, dass die GFS bei ≤ 30 μg/L liegen wird.

Geringfügigkeitsschwellenwerte (GFS-Werte) aus ökotoxikologischen Daten – Ausgleichsfaktoren nach TGD 2011 und TGD 2016

Ableitung von Geringfügigkeitsschwellenwerten
In den Technical Guidance Documents for Deriving Environmental Quality Standards (TGD) 2011 und 2016 (Entwurf) werden Regeln beschrieben, mit denen aus toxikologischen und ökotoxikologischen Daten sogenannte Umweltqualitätsnormen (UQN) für chemische Stoffe zum Schutz des Menschen und aquatischer Lebensräume erstellt werden können. Die vorliegende Arbeitshilfe beschreibt detailliert die in den TGD beschriebenen Anforderungen an ökotoxikologische Datensätze, mit denen für einen Stoff der jeweils geeignete Ausgleichsfaktor abgeleitet wird; humantoxikologische Daten sind nicht Gegenstand der Betrachtungen.

Handbuch Altlasten Band 1 - Altlastenbearbeitung in Hessen

Handbuch Altlasten und sonstige Publikationen
Handbuch Altlasten Band 1 (8,38 MB)
Gefährliche Stoffe auf ehemaligen Industriestandorten oder in Abfallablagerungen haben vielfach zu Verunreinigungen in Grundwasser und Boden geführt. Es gilt deshalb gezielt jene Flächen herauszufinden, die saniert werden müssen. Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie hat den gesetzlichen Auftrag, für Hessen gültige und sinnvolle Regeln und Verfahren der Altlastenbearbeitung zu erarbeiten und zu veröffentlichen.
Die verschiedenen Bände des Handbuchs Altlasten informieren Fach- und Vollzugsbehörden, öffentliche Gebietskörperschaften, Sachverständige und Untersuchungsstellen sowie die interessierte Öffentlichkeit über die technischen und rechtlichen Aspekte der Altlastenbearbeitung; insbesondere angesprochen sind auch Betroffene und Verursacher von Altlasten. Das Handbuch Altlasten dokumentiert den Stand der Technik, ist Arbeitshilfe, Regelwerk und Entscheidungshilfe. Es kann und soll jedoch nicht die individuelle Betrachtung des Einzelfalls ersetzen.
Der Band 1 gibt einen programmatischen Überblick über die Ziele und Konzepte des Landes Hessen bei der Altlastenbearbeitung und informiert über rechtliche, finanz- und datenverarbeitungstechnische Grundlagen.
Das Handbuch war erstmals im Jahr 1999 erschienen und liegt nun als überarbeitete Neuauflage vor.

Handbuch Altlasten Band 3 Teil 2 - Untersuchung von altlastverdächtigen Flächen und Schadensfällen (2. überarb. Auflage 2014)

Handbuch Altlasten und sonstige Publikationen
Band 3 Teil 2 Untersuchung von altlastverdächtigen Flächen und Schadensfällen (2. überarb. Auflage 2014)
Die Untersuchung von altlastverdächtigen Flächen und Schadensfällen nimmt bei der Bearbeitung von Verdachtsflächen eine Schlüsselposition ein, weil auf den Ergebnissen von orientierenden Untersuchungen und Detailuntersuchungen weitreichende Entscheidungen getroffen werden. Der Altlastenverdacht wird entweder bestätigt oder ausgeräumt. Das erstmals im Jahr 2002 erschienene Handbuch wurde überarbeitet und liegt nun als 2. Auflage vor. Das Handbuch besteht aus den Hauptteilen Wassererkundung Bodenerkundung Bodenlufterkundung In ergänzenden Kapiteln werden die Themen Saugkerzen, Elutionsverfahren, spezielle Verfahren zur Grundwasseruntersuchung, geo-physikalische Erkundungsmethoden sowie Untersuchungen von Sedimenten, Stäuben und Pflanzen behandelt. Weitere Themen sind Arbeitsschutz, Qualitätssicherung und die Anforderungen an Gutachten. Neu hinzugekommen ist das Kapitel 4.10 "Verwendung von Untersuchungsergebnissen aus der Altlastenerkundung für die Abfallentsorgung". Aufgabe des Handbuchs ist es, geeignete und in der Praxis angewandte Untersuchungsmethoden vorzustellen. Unter Berücksichtigung der Vorgaben der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) werden die Einsatzgebiete, Vor- und Nachteile der Untersuchungsmethoden beschrieben. Das Handbuch gibt einen Untersuchungsstandart vor, der im Einzelfall an die Standortgegebenheiten angepasst und ggf. erweitert werden kann. Die dargestellte Vorgehensweise zur zielorientierten, optimierten Untersuchung ermöglicht eine effiziente Projektbearbeitung.

Handbuch Altlasten Band 3 Teil 7 - Arbeitshilfe zur Sanierung von Grundwasserverunreinigungen

Handbuch Altlasten und sonstige Publikationen
Band 3 Teil 7 Arbeitshilfe zur Sanierung von Grundwasserverunreinigungen (4. überarb. Auflage 2025)
Seit der 1. Auflage 2008 hat sich das Handbuch Altlasten "Arbeitshilfe zur Sanierung von Grundwasserverunreinigungen" vielfach bewährt. Die Einstufung von Grundwasserschäden anhand der beiden Kriterien "gelöste Schadstoffmenge" und "Schadstofffracht" fand bei Behörden, Gutachtern und Pflichtigen hohe Akzeptanz. Mit der 3. und 4. Auflage wurden einige Themen umfangreicher dargestellt und präzisiert: Wie können Sanierungsziele abgeleitet werden? Wie kann die Verhältnismäßigkeit einer Maßnahme ermittelt und dokumentiert werden? Unter welchen Voraussetzungen können langlaufende Grundwassersanierungen beendet werden? Hierzu nennt die Arbeitshilfe Kriterien und stellt Werkzeuge zur Verfügung. Damit deckt die Arbeitshilfe die wichtigsten Fragestellungen bei Entscheidungen über Grundwassersanierungen ab, nämlich "ob", "wie" und "wie lange" zu sanieren ist. Zu diesem Handbuch stehen folgende EXCEL-Auswertetools zur Verfügung: EXCEL-Auswertetool "Mengen und Frachten" EXCEL-Auswertetool "Sanierungsverlauf 1992 bis 2024" EXCEL-Auswertetool "Sanierungsverlauf 2002 bis 2024" EXCEL-Auswertetool “Sanierungsverlauf 1996 bis 2028” EXCEL-Auswertetool “Sanierungsverlauf 2006 bis 2028” Wesentliche Änderungen der 4. Auflage betreffen: Anhang 2 „Geringfügigkeitsschwellenwerte": Aktuelle Geringfügigkeitsschwellenwerte (GFS) der Bund-/Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) wurden übernommen. Anhang 9 „Datenauswertung von Pump&Treat-Grundwassersanierungen“: Für die 3. Auflage hatte die HIM-ASG mit Stand 2016 insgesamt 38 langlaufende Grundwassersanierungen ausgewertet, um typische Sanierungskosten zu ermitteln. Für die 4. Auflage des Handbuchs Altlasten wurden die Projektdaten nochmals aktualisiert (Stand Jahresende 2022). Die Auswertung der Verfahrenskosten hat gezeigt, dass die Auswirkungen der Kostenentwicklung seit 2016 (Stand 3. Auflage) bei langlaufenden Sanierungsverfahren über den Sanierungszeitraum moderat ausgefallen sind. Demnach hat sich Stand 2022 das 0,75-Quantil um ca. 10 % erhöht, während der Median um ca. 10 % (alle Fälle) bzw. ca. 20 % (LHKW-Fälle) gesunken ist. Anhang 12.2 „Einleitung von gereinigtem Grundwasser in öffentliche Abwasserreinigungsanlagen“: Im Anhang 12.2. wird auf die aktualisierte Indirekteinleiterverordnung (IndV) und die neue Verwaltungsvorschrift zur Indirekteinleiterverordnung (Indirekteinleiter-VwV) Bezug genommen. Es wird darauf hingewiesen, dass der „Stand der Technik" nach der Verwaltungsvorschrift zur Erfassung, Bewertung und Sanierung von Grundwasserverunreinigungen (GWS-VwV) nicht den Schwellenwerten der IndV entspricht. Für die Indirekteinleitung in eine öffentliche Abwasseranlage ist der „Stand der Technik" nach GWS-VwV heranzuziehen. Anhang 12.3 „Behandlung von verunreinigtem Grundwasser bei Einleitung in oberirdische Gewässer“: In der „Emissionsbetrachtung“ der 3. Auflage war eine Tabelle mit Emissionswerten enthalten, die auf Erfahrungswerten aus dem Vollzug beruhte. Aufgrund der novellierten IndV war eine Überarbeitung dieser Werte erforderlich. In der 4. Auflage werden nun zwei Tabellen mit orientierenden Emissionswerten gezeigt, wobei die 1. Tabelle sich auf die Schwellenwerte der IndV bezieht und die 2. Tabelle auf Erfahrungswerten aus dem Vollzug beruht. Inhalt der Arbeitshilfe: Wenn durch den unsachgemäßen Umgang mit wassergefährdenden Stoffen eine Grundwasserverunreinigung eingetreten ist, gelten für die Entscheidung über eine Grundwassersanierung die Vorgaben der Verwaltungsvorschrift zur Erfassung, Bewertung und Sanierung von Grundwasserverunreinigungen (GWS-VwV). Ziel der vorliegenden Arbeitshilfe ist die Erläuterung und fachliche Konkretisierung der in der GWS-VwV genannten Ausführungen zu schädlichen Grundwasserverunreinigungen und Sanierungen bei Altlasten, schädlichen Bodenveränderungen und Grundwasserschadensfällen. Der Schwerpunkt der Arbeitshilfe liegt bei den Fragestellungen Liegt eine schädliche Grundwasserverunreinigung vor? Ist die Sanierung eines Grundwasserschadens erforderlich? Ist eine langlaufende Grundwassersanierung (Pump+Treat) noch verhältnismäßig? Weiterhin werden in der Arbeitshilfe folgende Themen kurz behandelt: Sanierungsziele Optimierung und Beendigung von Sanierungen Stand der Technik Einleitung von Hilfsstoffen in das Grundwasser bei In-situ-Sanierungen Einleitung von Grundwasser in Abwasseranlagen und oberirdische Gewässer. Die Arbeitshilfe richtet sich an die Mitarbeiter in Behörden und Ingenieurbüros, die bei der Sanierung von Grundwasserschäden beteiligt sind. Sie wurde von einer Arbeitsgruppe mit Vertretern des Umweltministeriums, der Regierungspräsidien und Unteren Wasserbehörden sowie des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (Federführung) erarbeitet.

Handbuch Altlasten Band 6 Teil 1 - Arbeitshilfe zur Verfüllung bei der Sanierung von schädlichen Bodenveränderungen und Altlasten (2007)

Handbuch Altlasten und sonstige Publikationen
Band 6 Teil 1 Arbeitshilfe zur Verfüllung bei der Sanierung von schädlichen Bodenveränderungen und Altlasten (2007)
Sanierungen von schädlichen Bodenveränderungen und Altlasten („Bodensanierung“) erfolgen in Hessen häufig durch Aushub des kontaminierten Materials mit anschließender Verfüllung der Baugruben.
Verfüllt werden im Sanierungsgebiet anfallende oder von außerhalb kommende Bodenmaterialien. Dafür werden jährlich zigtausende Tonnen von Bodenmaterial verwendet.
Bei der Verfüllung sollen nicht nur die Schadstoffbelastungen, sondern auch die Bodenfunktionenberücksichtigt werden. Das BBodSchG nennt in § 2 (2) natürliche Funktionen, Funktionen als Archiv der Natur- und Kulturgeschichte sowie Nutzungsfunktionen.
Es sollten also weitgehend schadstoffarme Materialien verwendet werden, die sich für die vorgesehene Folgenutzung eignen.
Das heißt, diese Arbeitshilfe soll
die allgemeinen Vorgaben, insbesondere des Bodenschutzrechtes, bei Verfüllungen in Sanierungsbereichenfachlich und rechtlich konkretisieren,
zuständigen Behörden eine allgemein gültige Grundlage für Beratungen und Entscheidungen liefern,
erhebliche Unterschiede in der Sanierungspraxisvermeiden helfen und dazu beitragen, die Verfüllungsentscheidung nachvollziehbar zu gestalten.